Die weißen Wände und die großen Lichtdecken bilden das räumliche Kontinuum des Hauses. Bewegliche Elemente ermöglichen Verwandlungen räumlicher und atmosphärischer Art: im Untergeschoss durch Wandelemente, die aus dem neutralen Ausstellungsraum einen Veranstaltungsort werden lassen. Die Seiten der Wandelemente haben unterschiedliche Oberflächen aus Filz und Schultafelfarbe. Je nachdem, welche Seite zum Innenraum orientiert ist verändert sich die Akustik und die Optik. Im Foyer und im Bibliotheksgeschoss ermöglichen raumhohe Glaselemente die Verbindung oder Trennung von Raumbereichen. So kann zum Beispiel der Ausstellungsbereich mit der Bibliothek verbunden werden. Wenn am Wochenende das Museum geöffnet, aber die Bibliothek geschlossen ist, lassen sich über bewegliche Elemente die Bücherregale der Ausleihe verschließen.
Über die Gestaltung und Modellierung des Lichts gewinnen die Innenräume ihren Charakter und ihre Eigenheiten. Deshalb ist das Innere des Gebäudes mit seinen Wänden und Einbauten sowie Möbeln weiß. Weiß, weil es dem Licht am nächsten kommt, den Raum weitet, Objekte und Menschen zu Akteuren macht. Nur die unmittelbar zu berührenden Dinge wie Geländer, Türgriffe, Möbel behalten ihre konkrete Materialität. Die Möbel sind Teil der Architektur, klar, einfach, neutral und flexibel in jedem Bereich einsetzbar. Die markante Struktur der Lichtfelder an der Decke folgt der dreischiffigen Struktur des Hauses und lässt das Museum aus sich heraus leuchten. Der Terrazzoboden verändert seine Farbe beginnend von schwarz im Veranstaltungsbereich im Untergeschoss über grau zu weiß in der oberen Tageslichtebene.

© KSV | Ludwig Thalheimer
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