Eine geschlossene Metallhülle ummantelt den langgestreckten Kubus. Im Gegensatz dazu öffnen sich die Stirnseiten als transparente Schaufenster und sind Projektionsflächen zur Stadt und in die Landschaft. Die eingezogenen und durch die Gebäudeauskragung geschützten Stirnseiten des Gebäudes bieten sich als Bühnenbereich und Forum für Veranstaltungen auf dem Vorplatz bzw. den Uferwiesen an. Neben den für ein Museum üblichen Ausstellungsräumen wurden Bereiche für Veranstaltungen und Vorträge sowie
Atelier- und Werkräume geschaffen. Es findet sich darüber hinaus ein Aktionsraum für kreative Museumspädagogik mit Kindern und Südtirols größte öffentliche Kunstbibliothek mit Forschungsarbeitsplätzen rechts und Bearbeitungsbereichen links des Archivs.Weiterhin sind noch ein Museumsshop, ein Restaurant und das Depot in der drei-schiffigen Anlage ober- und unterirdisch untergebracht. Ebenfalls unterirdisch mit dem Museum verbunden ist das dazugehörige Atelierhaus. Hier sind die Projekträume für Künstler in einem eigenen Gebäude im Nordteil des Grundstücks untergebracht.

Die Besonderheit ist die technische Überlagerung der Klima- und Medienfassade. Tagsüber wird über bewegliche transluzente Lamellen das Tageslicht in die Ausstellungsbereiche gelenkt und der Raum inszeniert. Bei Einbruch der Dunkelheit bilden die beweg-lichen transluzenten Glaslamellen eine Projektionsfläche. Aus dem Innern des Gebäudes verwandeln Projektoren die Glasfassaden auf beiden Seiten des Museums in große Bildschirme. Damit bietet sich die Möglichkeit, Medienkunst auf den beiden Glasfassaden in einer einmaligen Form und Dimension zu präsentieren.

Medieninstallation am Gasometer in Berlin-Schöneberg, 2008
"Spiel mit mir" Radar Installation
Bei Einbruch der Dunkelheit bilden die beweglichen transluzenten Glaslamellen eine Projektionsfläche. Aus dem Inneren des Gebäudes heraus verwandeln Projektoren die Glasfassaden auf beiden Seiten des Museums in große Bildschirme. Um Bild und Ton zusammen wirken zu lassen, wurden unter den steinernen Sitzelementen vor den Medienfassaden und auf der anderen Uferseite Lautsprecher installiert. Mit der Projektionsfassade bietet sich die Möglichkeit, zeitgenössische Medienkunst auf den beiden Stirnseiten des Museums in einer ungewöhnlichen und einmaligen Form und Dimension zu präsentieren. Über eine eigens entwickelte Benutzeroberfläche können durch Künstler spezielle Film- und Medienprojekte für diese Fassaden entwickelt und eingespielt werden. Als medialer Teil des Architekturkonzepts ist das Projekt „Radar“ entstanden: Wandernde Farblinien bewegen sich über die Fassade und bilden zufällige Geometrien und Sterne, die sich im Moment ihres Erkanntwerdens durch den Betrachter bereits wieder aufzulösen scheinen.
Projekt:
Auftraggeber: