Konzept

Das Anliegen der Bremischen Evangelischen Kirche war es mit den Neubauten das Angebot an Nutzungen und Komfort entsprechend den heutigen Anforderungen zu steigern und ein wirtschaftlich sinnvollen, ganzjährigen Betrieb der Einrichtung zu ermöglichen. Das Beherbergungs- und Freizeitangebot, insbesondere auch für Rollstuhlbenutzer und behinderte Menschen sowie deren Familien wurde erweitert. Der ankommende Besucher wird durch die markante Silhouette der Platzfassade von Haus „Mirjam“ mit den horizontalen Klinkerbändern und dem daraus emporwachsenden Schornstein empfangen. Der Kamin als Feuerstelle ist ein attraktiver Begegnungsort für alle Besucher: in der kalten Jahreszeit oder bei schlechtem Wetter in dem Kamin-Zimmer und an schönen Sommerabenden als Außenkamin. Im Haus „Mirjam“ befinden sich der Empfangsbereich mit der Lounge und das Kamin-Zimmer sowie die Räume für gemeinsame Aktivitäten wie Kreativraum- und Tagungsraum. Darüber hinaus beherbergt das Erdgeschoß die Küche mit Lager- und Personalbereichen, während im angrenzenden, durch einen gläsernen Verbinder angeschlossene Erdgeschoss von Haus Jona ein großer, teilbarer Speisesaal, sowie weitere kleinere Speise-/ Konferenzsäle untergebracht sind. Im Dachgeschoß von beiden Häusern befinden sich 22 Gästezimmer, sowie im Haus Mirjam eine Sauna. In einem zweiten Bauabschnitt wird der vorhandene Gebäudeteil mit der Küche und den Speiseräumen durch ein neues Gebäude mit 22 Gästezimmern und einem Tagungsraum ersetzt. Durch eine zeitgemäße Transformation von traditionellen Typologien und Materialitäten in eine zeitgemäße Architektursprache wird die Identität und Wahrnehmung als Bauensemble gestärkt. Ähnlich wie bei den traditionellen friesischen Gehöften prägen und gliedern die langgestreckten Dächer mit ihren Giebeln die Baukörper. Rotes Klinkermauerwerk und eine rote Ziegeleindeckung unterstützen die klare Wirkung der Geometrie aus Giebeln und langgestreckten Hauswänden. Durch eine horizontale Struktur im Mauerwerk werden Fenster und Öffnungen zusammengefasst und Gebäudeecken betont. Die massive Wirkung des Mauerwerks wird durch den transparenten Eindruck der gläsernen Erker und Verglasungen verstärkt.

© KSV | Jan Meier
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