Moderne Arbeitswelten, die Kommunikation und Austausch zwischen den Mitarbeitern und Gästen fördern, schaffen die Voraussetzung für eine effektive und lösungsorientierte Unternehmenskultur. Der Bestand der MBS an unterschiedlichen Standorten sowie Beispiele anderer Unternehmen wurden während der Planung analysiert, um ein optimales Raumkonzept zu entwickeln.

Grundsätzlich wurde über alle Funktionsbereiche des Neubaus hinweg ein einheitlicher Ausbaustandard umgesetzt. Durch die Anordnung der Treppenhäuser an den Enden des Gebäudes entstehen große Lofts, die flexibel teilbar und nutzbar sind. Alle Treppenhäuser sind als Begegnungsraum angelegt und verfügen über große Fensteraugen mit Blick in den umliegenden Stadtraum und über eine natürliche Belüftung. Die neuen Glasaufzüge mit Ausblick auf das Bauensemble verbinden die Geschosse barrierefrei.

Die Share Areas in der Mittelzone der Bürogeschosse sind Gemeinschaftsflächen für Arbeiten, Meeting, Service und Kommunikation. Sie werden von den Private Areas entlang der Fassaden flankiert, die konzentriertes Arbeiten in Einzel- oder Gruppenbüros ermöglichen. Hochwertige Systemwände in Glas lassen das Tageslicht quer durch die Lofts bis in die Mittelzone dringen. Die Türen und die semitransparenten Lamellenwände zur Gliederung der Mittelzone in Eiche hell erzeugen im Zusammenspiel mit den Sichtbetonstützen und dem durchgängigen Teppichboden eine sympathische und zugleich elegante Atmosphäre.

Die Kühldecken sorgen für angenehme Temperaturen in den Sommermonaten. Im Winter sind die Konvektoren entlang der Fassaden im Boden aktiviert und versorgen das Gebäude mit Wärme. Im Süden liegen die offenen Teeküchen mit den Meeting Inseln. Von hier aus gelangen alle Mitarbeiter auf die großzügigen Südterrassen mit Blick in die Waldstadt.

Besonderes Augenmerk wurde auf das Zusammenspiel von Interior Design, Signaletik, Möblierung und Lichtkonzept gelegt um Mitarbeiterzufriedenheit und Kundennähe, Repräsentationsanspruch und Flexibilität zugleich zu fördern.

Dem Laien ist es kaum zu vermitteln, wie viele Komponenten auch bei der Entwicklung von Innenräumen berücksichtigt werden müssen. Wenn ein Raum, ohne dass man darüber nachdenkt als sympathisch, praktisch und angenehm empfunden wird, haben die Architekten ein gelungenes Werk hinterlassen. Den Standard Nutzer gibt es erfahrungsgemäß nicht, so dass ein Konzept immer einen Rahmen für eine Vielzahl von Nutzern setzt. Diesen weit genug gesteckt zu haben, ist dem hohen Engagement der Projektleitung der MBS zu verdanken.

Die gute Orientierung innerhalb der MBS ist dem sorgsam ausgearbeiteten Leitsystem der Signaletik zu verdanken, welches nahtlos in das Interior Design integriert wurde, ohne dass sie Ihre Eigenständigkeit verloren hat.

Das Lichtkonzept für die Standardbeleuchtung verwendet das Prinzip der Lichtlinie, welche in verschiedenen Anwendungen sichtbar ist und durch das Gebäude führt. Die Auswahl der Möbel und Sonderleuchten für die einzelnen Funktionsbereiche erfolgte nach einer längeren Analyse, internen Abstimmungen der MBS und der Besichtigung von Referenzprojekten durch die Projektleitung, die Architekten und Designer. Diese gemeinsamen Projektbegehungen erbrachten wichtige Anregungen, um die Gestaltungs- und Technikziele effizient zu klären.

Besonderes Augenmerk wurde auf die Qualität und Flexibilität der Konferenzbereiche im Erdgeschoss gelegt. Mobile Trennwände ermöglichen eine Teilung des großen Saals in 4 Raummodule. Die Anlieferzone für temporäre Events und der Cateringbereich versorgen effektiv die Events. Die Konferenzräume im 5.Obergeschoss sind für kleinere Events und Gremienveranstaltungen der MBS vorgesehen und ermöglichen weite Blicke ins Umland.

Der Vorstandsbereich im 4.Obergeschoss nimmt das Prinzip des Kleeblatts aus dem Bestand auf. Die Büros der Vorstände, sind durch die zur Empfangszone offenen Doppelsekretariate getrennt und über verglaste Ecken optisch miteinander verbunden. Eine Vorstand Lounge rundet den Bereich ab.

Durch die schrittweise Optimierung des Bestandes ist eine Anpassung zwischen Bestand und Neubau geplant, so dass nach dem Abschluss aller Maßnahmen, ein einheitlicher Standard entsteht.

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