1994 erfolgte nach mehrjähriger politischer Debatte der Grundsatzbeschluss zur Wiedervereinigung der 1990 gebildeten Bundesländer Berlin und Brandenburg. Potsdam wurde zum Sitz des gemeinsamen Landtages Berlin-Brandenburg gewählt. Auf Grundlage dieser Parlamentsbeschlüsse erfolgte die Prüfung von zehn Standorten in Potsdam. Das Areal des zerstörten Stadtschlosses am Markt wurde nicht in die Standortuntersuchung einbezogen, da der politische Meinungsbildungsprozess zur Entwicklung dieses Areals noch nicht abgeschlossen war. Der 1995 ausgelobte Architekturwettbewerb wies als Standort des neuen Landtages von Berlin-Brandenburg die Potsdamer Speicherstadt aus. Der mit dem ersten Preis ausgezeichnete Entwurf stellt den Parlamentssaal ins Zentrum des Ensembles. Fraktionssäle, Abgeordnetenbüros und Landtagsverwaltung sind in sechs Bürogebäuden untergebracht, welche den Blick in die Landschaft der Havelaue ermöglichen und zugleich den Plenarsaal freistellen. In einer Volksabstimmung lehnte die Bevölkerung Brandenburgs 1996 die Fusion mit Berlin zu einem Bundesland mehrheitlich ab. Die Planung wurde daraufhin eingestellt.

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