Leitidee: Balance zwischen Alt und Neu
Das Bekenntnis zu einem modernen, zeitgenössischen Entwurf, welcher die Qualitäten des historisch bedeutsamen Kulturerbes Potsdams mit einem Neubau in der Gegenwart fortführt, ist die Leitidee des Projektes. Eine Herausforderung des Projektes war die Bewahrung und Weiterentwicklung der Bestandsgebäude im Rahmen des neuen Architekturkonzeptes. Ziel des Gestaltungskonzeptes war es, die Bestandsbauten behutsam zu sanieren und in Ihrer Gestaltung als Zeugnis der Baugeschichte Potsdams nach 1990 zu bewahren und in das neue Ensemble nahtlos zu integrieren. Die Balance zwischen Alt und Neu unter weitgehender Bewahrung der Bestandssubstanz, wurde als Arbeitsmethodik im Team etabliert und in hoher Qualität umgesetzt. Die bestehenden Gebäude von 1995 wurden in der architektonischen Form weitgehend belassen und Bauteile wie die Fassadenelemente ausgebaut, gesichert, gereinigt und wieder eingebaut, so dass man von einem denkmalpflegerischen Ansatz bei den Umbaumaßnahmen sprechen kann. Wichtige Elemente der Bestandsarchitektur wurden im Konzept der Neubauten implementiert. Ein Beispiel ist die Verwendung von Holz im Interior Design des Neubaus, was zu einem durchgängigen Erscheinungsbild von Alt und Neu führt. Zwei Neubauten, das Parkhaus im Norden und der Büroneubau im Süden nehmen den Bestand in die Arme und runden das bestehende Ensemble ab.

Atrium unter freiem Himmel
Dort, wo sich Handelswege kreuzen, entstanden früher Handelsplätze aus denen Städte wurden. Das Atrium ist der Kreuzungspunkt aller Wege innerhalb der MBS. Sie ist Eingangshalle, Marktplatz und neuer Mittelpunkt der MBS. Von hier aus sind alle Bauteile auf kurzem Weg zu erreichen. Das Atrium ist Ankunfts- und Kommunikationsort für Mitarbeiter und Gäste der MBS. Der Empfangscounter, Ausstellungsflächen und Meeting Points für kurze Besprechungen ermöglichen eine flexible Nutzung. Der Naturstein Bodenbelag der Außenanlagen wird in das Atrium und die angrenzende Lobby des Konferenzbereiches geführt, so dass der Eindruck einer urbanen, großzügigen Platzfläche entsteht, den die Bauteile der MBS wie die Häuser eines Marktplatzes fassen. Eine fast städtische Raumsequenz entsteht. Die Glaskuppel überwölbt das Atrium und lässt den Eindruck entstehen, dass sich Mitarbeiter und Gäste unter freiem Himmel in der Mitte des Quartiers treffen. Die Brücken mit der Wendeltreppe zwischen den Bestandsbauten von 1995 bilden den nördlichen Abschluss des Atriums. Sie eröffnen spannende Blicke und scheinen schon immer auf die Erweiterung des Raumes gewartet zu haben, so selbstverständlich harmonieren Sie mit dem Atrium.

Modernes Parkhaus grüßt Besucher
Die MBS setzt gegenüber der Tram Haltestelle mit dem neuen Parkhaus an der Heinrich Mann Allee einen Akzent. Die Fassade des Parkhauses bildet eine aufsteigende Spirale aus silbrig schimmernden perforierten Aluminiumelementen, die dem Rampenverlauf und den Geschossen frei folgt. Das Parkhaus ist das einzige MBS Gebäude, welches ungehindert vom Baumbestand, von der Heinrich Mann Allee sichtbar ist und wird dadurch zum Markenbotschafter der MBS. Das Logo, die Wort Bild Marke „Mittelbrandenburgische Sparkasse“ und drei Fahnen leuchten im Sparkassenrot auf silbernen Grund dem Besucher entgegen. Über den neuen Eingang neben dem Parkhaus ist die Eingangshalle der MBS mit dem Empfang schnell zu erreichen. Der Weg für Gäste und Mitarbeiter führt zwischen Rhododendron und Bestandsbäumen hindurch zum Wasserbecken. Die Brücke über das Wasser leitet zum Eingang Nord.

Büroneubau ist vertikaler Akzent der MBS
Der Neubau mit Konferenz- und Büroflächen sowie der neuen Vorfahrt ist als Pendant zum Parkhaus im Süden des Grundstücks platziert. Er setzt mit seinen insgesamt 6 Geschossen einen vertikalen Akzent gegenüber den viergeschossigen Bestandsbauten der MBS. Damit bleibt er in der Höhe deutlich unter der Höhe der 12-14 geschossigen Wohntürme in der Waldstadt. Aus dem Konferenzgeschoss im 5.Obergeschoss ist dennoch ein Blick über die Wipfel der hohen Kiefern auf den umliegenden Landschaftsraum möglich. Der Turm im Park Babelsberg und die Spitze der Nikolaikirche im Zentrum Potsdams sind zu sehen und bei klarem Wetter kündet der Fernsehturm am Alexanderplatz von der engen Verbindung zwischen Berlin und Potsdam. Die Fassade aus einem silbernen Mäander in Aluminium rahmt die anthrazitfarbenen Fenster und Paneele. Großzügige Terrassen nach Süden in jedem Geschoss und die zwei Dachterrassen gliedern die Baumasse, so dass eine skulpturale Wirkung des Neubaus entsteht.

Corporate Architecture und Corporate Identity
Die Werte und Ziele der MBS werden bestimmt durch einen offenen und kundenorientierten Markenauftritt. Das neue Denken für Dienstleistungen und Produkte der MBS sichert die Innovationsfähigkeit des Unternehmens und findet im Architekturkonzept ebenso Berücksichtigung wie die Zugehörigkeit des Unternehmens zur Sparkassen Gruppe. Die Corporate Identity der Sparkassen mit Logo, der Wort-Bildmarke und den Farbkennwerten Rot, Weiß, und Anthrazit werden im Architektur- und Designkonzept aufgenommen. Das Architekturkonzept führt mit dem Material Aluminium für die Fassaden von Parkhaus und Büroneubau bewusst ein neues Element in den örtlichen Bezug ein. Das Aluminium steht für eine leichtere, innovative Formgebung der Architektur. Es wird in Oberfläche, Textur und Struktur unterschiedlich behandelt, sodass eine hochwertige, sensible und selbstverständliche Architektursprache entsteht. Die Aluminiumelemente in Eloxal silber und anthrazit harmonieren mit der Farbe des Naturstein an den Bestandsgebäuden. Durch die Aufnahme der Farbtonalität der Natursteinflächen und der horizontalen Fugenstruktur der Bestandsgebäude im Fassadenkonzept der Neubauten, entsteht ein durchgängiges Farb- und Fugenspiel, welches die Einzelgebäude zu einem Ensemble zusammenfasst. Die vertikale Gliederung der Gebäude in Sockel, Normalgeschosse und Dachabschluss wird in allen Baukörpern aufgegriffen und variiert.

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