Biology meets Design
Die Zelle ist Metapher für den Entwurf des Heidelberg Convention Center. Der Zellkern wird von einer Hülle umgeben, die an der Außenkante eine Aura bildet, über die Zellen miteinander kommunizieren. Der Entwurf adaptiert dieses einfache Konstruktionsprinzip der Biologie. Alle Event- und Technikflächen sind kompakt im Kern des Convention Center konzentriert. Der Kern ist ringförmig von den Foyer- und Erschließungsflächen, dem Space umgeben, der dem öffentlichen Raum zugewandt ist und eine aktive Interaktion mit dem urbanen Stadtraum ermöglicht. Die Besucher und Mitarbeiter beleben den Space, der sich in verschiedene Funktionsbereiche gliedert. Das Gebäude wird dadurch zu einer begehbaren und kommunizierenden Skulptur.<br>Von der mehrgeschossigen verglasten Eingangshalle mit Glasaufzügen, Rolltreppen und Treppen, ist der gesamte Stadtraum erlebbar.

V-Grid, Sockel, Mezzanin, Panoramadeck, Cube
Das HDCC entzieht sich der Versuchung den Stadtplätzen eine eindeutige Fassade als Raumabschluss gegenüber zu stellen und eine axiale Betrachtung seiner Fassaden dominant in Szene zu setzen. Die städtebauliche Einordnung des Gebäudes ermöglicht die Erfassung von jeweils 2 Fassaden in dreidimensionaler Tiefe. Das HDCC zitiert hiermit die optischen Prinzipien bei der diagonalen Annäherung an den klassisch griechischen Tempel, der scheinbar zwanglos in die Landschaft komponiert wurde in einem urbanen Kontext. Das V-Grid der äußeren Tragstruktur verleiht dem HDCC eine unverwechselbare und markante Struktur. Auf dem urbanen städtischen Sockel, weicht das Mezzanin mit den Tagungsräumen von der Bauflucht zurück und stellt den schwebenden Cube mit Foyers und Sälen frei. Auf dem umlaufenden Panoramadeck mit Grünen Inseln flanieren die Gäste des HDCC in den Pausen. 

Außenanlagen, Piazza, Green Splatter, Dachgärten
Das HDCC ist mit einem durchgängigen Außenanlagen Konzept, welches die Materialien der Umgebung aufnimmt, in das Stadtquartier eingefügt. Der Bodenbelag aus Naturstein als auch die Green Splatter genannten Pflanzinseln mit integrierten Bänken und Beleuchtung fließen vom Innenraum kommend in den Außenraum. Dadurch wird eine organische Verbindung von Außen- und Innenraum ohne optische Barrieren hergestellt.

Visitor Orientation
Die räumliche Struktur des Convention Center gibt den Besuchern eine klare Orientierung. Die nach Westen gerichtete Eingangs- und Erschließungshalle verteilt den Besucherverkehr vertikal in die Ebene 01 Tagung, in die Ebene 02 Säle und die Ebene 04 Skylounge. Von der Erschließungshalle gehen die Foyers für Tagung, das Nordfoyer für den Großen Saal und das Südfoyer für den kleinen Saal und den großen Tagungsraum ab. Dadurch sind verschiedene Events in den einzelnen Bereichen parallel möglich. Verschiedene Eventszenarien sind umsetzbar. Bei Bedarf erfolgen Zutrittskontrollen zwischen Erschließungshalle und den Foyer Eingängen. Die Foyers und Säle können flexibel zusammengeschaltet werden, so dass auch größere Events und Ausstellungen veranstaltet werden können. Durch die Lage aller Foyer Flächen an den Fassaden, werden die Besucher zusätzlich räumlich geleitet.

Hyper Space, Stage, Back Stage
Großer Konferenzsaal, Kleiner Konferenzsaal und Großer Tagungsraum sind mit einer durchgehenden lichten Geschosshöhe von 10m und mobilen Trennwänden ausgestattet, die es ermöglichen, alle Säle miteinander zu verbinden. Die Saalflächen im Kern können mit der Nordhalle und der Südhalle zu einer universal, multifunktional nutzbaren Eventhalle mit ca. 4.700 qm Nutzfläche, dem Hyper Space verbunden werden. Der Bühnenbereich verfügt über eine lichte Höhe von 10 m. Die modularen Hubpodeste ermöglichen die Umsetzung flexibler Bühnenkonzepte im großen und kleinen Saal.

Fassade Energiekonzept
Die Glasfassade ist durchgängig mit einer 3 Scheibenisolierverglasung mit innenliegend integriertem Raffstore geplant. Dadurch ist der Sonnenschutz vor Witterung geschützt. Alle Geschosse erhalten partiell mechanische oder konventionelle Lüftungsflügel, über die zusätzlich Außenluft kontrolliert in das Gebäude geführt wird und eine unterstützende Nachtauskühlung möglich ist. Geschlossene Fassadenbereiche werden mit glattem und perforiertem Aluminium in Eloxal Farbtönen verkleidet.

Intelligentes Technikkonzept
Der Energiebedarf wird durch ein intelligent gesteuertes Technikkonzept auf ein Mindestmaß reduziert. Optimierte Energieerzeugungs- und Verteilungssysteme sowie der Einsatz regenerativer Energien unterstützen diesen Planungsansatz. Ziel ist es, einen effektiven Betrieb des HDCC mit geringen Investitions-, Betriebs-, Bedienungs- und Wartungskosten umzusetzen.

Projekt:
Auftraggeber:
Status:
Architektur:
Bruttogeschossfläche:
Nutzfläche:
Parkplätze: