Der Entwurf für die Neubauten der Tagungs- und Freizeiteinrichtung „Haus Meedland“ der Bremischen Evangelischen Kirche zeichnet sich durch eine Transformation von traditionellen Typologien und Materialitäten in eine zeitgemäße Architektursprache aus, wodurch die Identität und Wahrnehmung als Bauensemble gestärkt wird. Ähnlich wie bei den traditionellen friesischen Gehöften prägen und gliedern die langgestreckten Dächer mit ihren Giebeln die Baukörper. Rotes Klinkermauerwerk und eine rote Ziegeleindeckung unterstützen die klare Wirkung der Geometrie aus Giebeln und langgestreckten Hauswänden. Durch eine horizontale Struktur im Mauerwerk werden Fenster und Öffnungen zusammengefasst und Gebäudeecken betont. Die massive Wirkung des Mauerwerks wird durch den transparenten Eindruck der gläsernen Erker und Verglasungen verstärkt.
Mit dem Anfang einer baulichen Umstrukturierung der Einrichtung soll das Angebot an Nutzungen und Komfort entsprechend den heutigen Anforderungen gesteigert und ein wirtschaftlich sinnvoller, ganzjähriger Betrieb für die Nutzung durch unterschiedliche Gruppen, insbesondere auch für Rollstuhlbenutzer und behinderte Menschen sowie deren Familien durch Barrierefreiheit ermöglicht werden.
Bei dem Bauvorhaben handelt es sich um drei Ersatzneubauten, die in zwei Etappen realisiert werden: In einem ersten Bauabschnitt wurde anstelle zweier bisheriger Unterkunftsgebäudes das neue Haupt- und Empfangsgebäude errichtet. Dieses besteht aus den Gebäudeteilen „Mirjam“ und „Jona“.
Der ankommende Besucher wird durch die markante Silhouette der Platzfassade von Haus „Mirjam“ mit den horizontalen Klinkerbändern und dem daraus emporwachsenden Schornstein empfangen. Der Kamin als Feuerstelle ist ein attraktiver Begegnungsort für alle Besucher: in der kalten Jahreszeit oder bei schlechtem Wetter in dem Kamin-Zimmer und an schönen Sommerabenden als Außenkamin. Im Haus „Mirjam“ befinden sich der Empfangsbereich mit der Lounge und das Kamin-Zimmer sowie die Räume für gemeinsame Aktivitäten wie Kreativ- und Tagungsraum. Darüber hinaus beherbergt das Erdgeschoß die Verwaltung sowie Küche mit Lager- und Personalbereichen, während im angrenzenden, durch einen gläsernen Verbinder angeschlossene Erdgeschoss von Haus Jona ein großer, teilbarer Speisesaal, sowie weitere kleinere Speise-/ Konferenzsäle untergebracht sind. Im Dachgeschoß von beiden Häusern befinden sich 22 Gästezimmer und eine Sauna. In einem zweiten Bauabschnitt wird derzeit der einstige Gebäudeteil mit der Küche und den Speiseräumen durch ein neues Gebäude mit 20 Gästezimmern und einem Tagungsraum ersetzt.

German Design Award Winner 2018 – Excellent Communications Design Architecture

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